Bönen. Am Sonntag, den 14. Januar, feierten die hörgeschädigten Geschwister in und mit der Gemeinde Bönen den ersten Hörgeschädigtengottesdienst diesen Jahres. Im Anschluss konnten beide Gemeinden das erste Mal seit vielen Monaten wieder Gemeinschaft miteinander pflegen.
Den Gottesdienst für hörgeschädigte Geschwister leitete Hirte Graffenberger. Grundlage für den Gottesdienst war das Bibelwort aus Johannes 13, Vers 15: "Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe."
Zu Beginn seiner Predigt wies Hirte Graffenberger darauf hin, dass es notwenig ist, sein Herz zu öffnen, damit Gott es mit Freude erfüllen kann. Zusätzlich dazu, sollten wir prüfen, ob für die Freude Gottes noch Platz in unserem Herzen ist und ob wir sie erkennen, wenn Gott sie uns schenkt. Dabei gehe es besonders um die göttliche Freude, die es gelte von irdischer Freude zu unterscheiden. Er verdeutlichte weiterhin, dass Gott uns nicht alleine lässt. Er unterstützt und hilft uns in allen Lebenssituationen, er lässt uns spüren, dass wir niemals alleine sind. Jedoch erwartet Gott von uns Eines: Er möchte, dass wir ihm dieselbe Liebe entegenbringen wie er uns. Als Vorbild, wie diese Liebe aussieht, dient uns Jesus. Wenn wir anderen Menschen Liebe entgegenbringen, bringen wir die Liebe auch Gott entgegen. Denn Jesus hat sich den Menschen gleich gesetzt und den Menschen damals gesagt: "Was ihr ihnen tut, das habt ihr mir getan." Wir wollen, von der Kraft und der Liebe, die Gott uns schenkt, abgeben und alle Menschen daran teilhaben lassen. Das passiert und funktioniert in besonderer Weise im Gebet füreinander und noch mehr im gemeinsamen Gebet.
Priester Karth wies in besonderer Weise auf die Verbindung des Jahresmottos des vergangenes Jahres und diesen Jahres hin. Wenn wir mit Christus dienen wollen, ist es auch wichtig zu beten. Auch Jesus hat immer wieder die Verbindung zu Gott gesucht und sogar am Kreuz vor seinem Vater für die Menschen um Vergebung gebeten. Wenn wir nicht wissen, was wir als Einzelperson tun können, eine Sache können wir alle tun: beten. Unsere Gebete schenken Sicherheit und Geborgenheit in allen Lebenssituationen. Beten wirkt. Priester Eick hob in diesem Zusammenhang hervor, dass bei Jesus alle Menschen gleich waren. Er hat niemanden bevorzugt, niemanden im Gebet ausgeschlossen. Er möchte allen Menschen sein Heil zuteil werden lassen. Wir wollen wie Jesus für alle Menschen beten und unser Gebet mit reinem Herzen und in kindlichem Glauben beten.
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