Lippstadt. Am Sonntag, den 24. März, diente Apostel Follmann in der Gemeinde Lippstadt im Bezirk Paderborn. Gemeinsam feierten die Gemeinde Lippstadt und die Gemeinde der Hörgeschädigten den Gottesdienst zu Palmsonntag. Der Gemeindechor und der Gebärdenchor sorgten gemeinsam für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes.
Als Grundlage für diesen Festgottesdienst verwendete Apostel Follmann das Bibelwort aus Lukas 19, 38-40: "Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe! Und einige von den Pharisäern in der Menge sprachen zu ihm: Meister, weise doch deine Jünger zurecht! Er antwortete und sprach: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien."
Einzug Jesu in Jerusalem
Zu Beginn des Gottesdienstes führte eine Glaubensschwester die Bibellesung aus Johannes 12, 12-19 zu Palmsonntag durch und stimmte die Gemeinde auf den Festgottesdienst ein.
Unser Apostel zeichnete zu Beginn seiner Predigt ein grobes Bild der versammelten Menschen, die damals den Einzug Jesu in Jerusalem feierten und ordnete das Geschehen kurz ein. "Durch die Bibellesung bekommen wir einen Eindruck vermittelt, wie es gewesen sein muss. Da war Bewegung, Euphorie, Freudigkeit und auch Hoffnung der Menschen", so der Apostel. Die Wunder Jesu haben sich herumgesprochen und die Römer und Pharisäer machten sich Gedanken, dass das Volk zu unruhig werden könnte. Sie wollten die Kontrolle nicht verlieren und sprachen Jesus direkt an und er antwortete wie es im Bibelwort geschrieben steht.
Siegeszug Jesu
Auch wenn es im weiteren Geschehen nicht danach aussehen mag, ist Palmsonntag der Auftakt des Siegeszuges Jesu. Mit seinem Tod errang er den Sieg über Tod und Sünde. Die Menschen damals wünschten sich einen Sieg über die Römer, doch Jesus erklärte, dass sein Reich nicht von dieser Welt ist. Apostel Follmann verdeutlichte in seiner Predigt, dass das Regieren Christi nicht mit unseren irdischen Vorstellungen übereinstimmt.
Der Apostel hob in seinem Dienen hervor, was unter dem Regieren Jesu zu verstehen ist.
Christus ist Impulsgeber und Kraftquelle in unserem Herzen, um das Böse zu überwinden und in seinem Sinn zu handeln. Denn die Lehre Gottes besteht darin, Bösem mit Gutem zu begegnen und keine Vergeltung zu üben. Die Kraft dazu bekommen wir immer wieder neu im Heiligen Abendmahl.
Wir haben die Gabe Heiligen Geistes gespendet bekommen, er lenkt uns und führt zu Gott. Auch diese Lenkung ist ein Resultat davon, wenn wir von Jesus regiert werden. Jesus mag in unseren Herzen auch Richter sein. Wir wollen nicht nach menschlichen Maßstäben richten, sondern Jesus mag der Maßstab sein.
Jesus möchte auch Hoffnung schenken, führte unser Apostel weiter aus. Die Gemeinschaft mit Christus ist wohltuend. "Erlebst du Christus in Deinem Leben?", fragte Apostel Follmann die Gemeinde. Wir mögen Jesus nicht immer spüren, aber dennoch wollen wir an seiner Seite bleiben. Er ist immer bei uns, unabhängig davon, was wir spüren. Das hat er versprochen und diese Hoffnung soll weiter in uns wachsen. Aber wir müssen auch daran glauben.
Glauben pflegen
Ein weiterer Schwerpunkt in der Predigt des Apostels war der Glaube an sich. Er verglich ihn mit einer Pflanze. Ohne Pflege und ausreichend Platz kann eine Pflanze nicht wachsen - man muss sich um sie kümmern. Genauso ist es mit der Gabe Heiligen Geistes, die in unsere Seele ausgegossen ist. Wir müssen der Wirksamkeit des Heiligen Geistes Platz machen, sonst kann sich der Glaube nicht weiterentwickeln.
Erwartungen
Bezirksevangelist Ewering legte in seinem Mitdienen den Fokus auf die Erwartungen der Menschen. Viele wünschten sich eine Befreiung von den Römern, aber es waren bestimmt auch einige dabei, die denjenigen sehen wollten, der die Wundertaten getan hat, von denen man gehört hatte. Manche wollten Jesus vielleicht auch einfach loswerden, so der Bezirksevangelist. "Was erwarten wir?", richtete er sich an die Gemeinde. Vielleicht denken wir, wir haben so viel für Gottes Werk getan und plötzlich erleben wir Not und Bedrängnis. Wir wollen aber nicht vergessen, dass es um die Herrlichkeit bei Gott geht und nicht auf Erden. Im Reich Gottes gibt es nur Herrlichkeit und Liebe, keine Sorgen und Leid mehr. Dafür kam Jesus auf diese Erde und dorthin möchte er uns führen.
Zum Abschluss des Gottesdienstes sangen und gebärdeten beide Chöre gemeinsam das Schlusslied "Möge die Straße".
Im Anschluss wurde untereinander noch Gemeinschaft gepflegt.
© Gruppe Hörgeschädigte Deutschland