Siegen. Der Gottesdienst zu Palmsonntag stand im Zeichen der Inklusion. Die Gemeindemitglieder der örtlichen Gemeinde sowie die dem Seelsorgebereich Inklusion Angehörenden erlebten den von Apostel René Follmann durchgeführten Gottesdienst. Den musikalischen Rahmen gestaltete das inklusive Musikprojekt „Faktor G“.
Der Apostel verwendete als Grundlage für den Gottesdienst das Bibelwort aus Matthäus 21, 10 und 11.
Nachdem Faktor G den musikalischen Auftakt gemacht hat, ging Apostel Follmann auf das vorgetragene Lied „Groß ist Gott“ ein und vertiefte den Gedanken „Gott ist MEIN Gott, und Gott ist der Gott ALLER Menschen“. Er erläuterte die Hintergründe des Teilnehmerkreises sowie die Absicht von Inklusion. „Inklusion bedeutet gemeinsam“, so der Apostel. „Alle sollen verstehen, was gesagt wird.“ Damit sei nicht nur das menschliche Hören gemeint, sondern, dass die Botschaft Gottes ankommt.
Eingehend auf das Bibelwort führte Apostel Follmann aus, dass auch Jesus Inklusion gelebt habe. Ihm war nicht wichtig, welche Lebenssituationen die Menschen zu seiner Zeit erlebten. Jesus war und ist für alle Menschen da. Unabhängig davon, ob die Menschen damals wie heute sein Wirken, seine Absichten verstehen oder nicht. Auch heutzutage verstehen Menschen das Wirken Gottes häufig nicht, vielleicht ist man manchmal sogar erbost aus dem Gedanken heraus, dass Gott den betreffenden Menschen nicht wahrnehmen würde.
Bevor der Apostel das Bibelwort weiter ausführte, erfolgte eine Bibellesung (Matthäus 21, 1-11).
Die Co-Predigt wurde von Priester Thomas Starr durchgeführt. Er predigte in einfacher Sprache und fasste die Hauptaspekte des Gottesdienstes zusammen.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahl, dem Schlussgebet und anschließender Segensspendung trug Faktor G einige Lieder vor.
Im Anschluss an den Gottesdienst hatten alle Gottedienstbesucher Gelegenheit zu Gesprächen und Gemeinschaftspflege bei einem gemeinsamen Imbiss.
© Gruppe Hörgeschädigte Deutschland